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Alles über Kosmetik
Kosmetik ist ein ständiger Wegbegleiter für unser Aussehen, unsere Ausstrahlung und unser Wohlbefinden in der eigenen Haut. Das Wort Kosmetik leitet sich vom griechischen Wort "Kosmos" ab und bedeutet Schmuck und Ordnung. Man versteht darunter Schönheitspflege, die Kunst, das normale Aussehen durch mehr Pflege, Behandlung und Anwendung kosmetischer Hilfsmittel zu erhalten und nach Möglichkeit zu verbessern.
Schon seit Menschengedenken wird Kosmetik in irgend einer Form betrieben, weil die Menschen schon immer bemüht waren, schön zu sein. Früher waren vor allem Frauen um schöneres Aussehen bemüht. In letzter Zeit nehmen aber auch viele Männer die Dienste von Kosmetikfachleuten in Anspruch.
Mit Hilfe der gestaltenden Kraft der Kosmetik können Menschen zur inneren und äußeren Harmonie gelangen. Das ist sowohl im Berufs- als auch im Privatleben wichtig, denn schöne Menschen haben es in vielerlei Hinsicht leichter. Ob das nun richtig oder falsch, gerecht oder ungerecht ist sei dahingestellt. Tatsache ist jedenfalls, dass beim Zusammentreffen von zwei Menschen der erste Eindruck prägend und nur mehr sehr schwer zurechtzurücken ist.
Kosmetik ist sehr weitläufig und beginnt bereits bei ganz alltäglichen Dingen wie die morgendliche Toilette. Oft sind mit einfachen Mitteln und Anwendungen beachtliche Erfolge zu erzielen.
Anfangs hatte der Lippenstift einen schweren Start. Die gutbürgerlichen Frauen um die Jahrhundertwende schienen Angst vor ihm zu haben. Vielleicht lag es an seiner erotischen Signalwirkung oder dem hohen Preis. Er wurde jedenfalls ein Ladenhüter. Die feine Gesellschaft überließ diese Art der Bemalung den Damen des leichten Gewerbes, Gauklern und Schauspielerinnen.
Erst als die berühmte Mimin Sarah Bernhardt ihm Anfang des 20. Jahrhunderts den frivolen Namen "Stylo d'Amour" gab, brach das Eis. Kirschrot und somit skandalös leuchteten fortan die Lippen der Stummfilmstars und die Männerwelt war verzückt. Die Damen aller Gesellschaftsschichten wurden neugierig auf den "Zauberstab des Eros" aus gefärbtem Rizinusöl, Bienenwachs und Hirschtalg und griffen fortan ebenfalls beherzt zu. Damals war der Lippenstift noch eine Art Wachsmalstift, eingewickelt in Seidenpapier, später dann eine kleine Schiebehülsenvariante und seit 1948 auch die noch heute verwendete Drehvariante.
Seitdem war er aus dem täglichen Make-up nicht mehr wegzudenken. Selbstverständlich variierten die Farben mit den Jahren, so brachten die 60er Jahre warme, leuchtende Farben, die 70er bonbonbunt, und die 80er kühle Töne oder grelles Pink. Heutzutage ist fast alles erlaubt. Von sanften Nude-Tönen über kräftiges Fuchsia bis hin zum klassischen Rot.
Mittlerweile gehört der Lippenstift mit zu den meist verwendeten Verschönerungsrequisiten. 16 Millionen Frauen zwischen 14 und 64 Jahren benutzen ihn nach neuesten Umfragen täglich.
Das revolutionäre "Würstchen" rötete die Lippen, doch schon bald gab es auch ausgefallene Farben. Schwarz war gefragt, vor allem aber Vitriolgrün - genau die richtige Farbe für die "Fauves", die jungen Künstler am Montmartre. Leider war es auch gefährlich, denn gleich mehrere Dutzend Frauen starben nach "grüner Pomadisierung", was dann zum Verbot des hochgiftigen Grünspanpulvers führte.
Sarah Bernhardt nannte ihn den "Zauberstab des Eros" und stellte sich für Reklamezwecke zur Verfügung. Ihr fiel es auch ein, sich mit einem Dachshaarbürstchen die Lippen zu schminken, lange bevor der Lippenpinsel eingeführt wurde.
In Deutschland stellte Walter Friedmann erstmals Lippenstifte in seinem "Privatlabor" unter der Marke SANS SOUCIS her.
Es ist davon auszugehen, dass das Schminken, wie noch heute bei fast allen Urvölkern zu beobachten, schon zu Urzeiten zum menschlichen Verhalten gehört. Den Augen kommt dabei eine besondere Beachtung zu, da sie wesentlicher Träger der nonverbalen Kommunikation sind. Gut dokumentiert ist die Schminkkultur, hier besonders die der Augen, im alten Ägypten.
Sowohl Frauen als auch Männer benutzten Khol/Kajal für Lider, Wimpern und Augenbrauen. Grüner zerriebener Malachit diente als Lidschatten. Khol galt nicht nur als Schminkartikel, sondern auch als Schutz- und Vorbeugungsmaßnahme gegen Augenentzündungen. Sehr auffällig und bemerkenswert ist der überlieferte Lidschatten Tutanchamuns.
Mit Lidschatten kann durch entsprechende Farbgebung die Augenpartie zur Erhöhung der erotischen Ausstrahlung optisch vergrößert erscheinen. Da die Augen ein Hauptidentifikationsmerkmal sind (nicht umsonst werden Fotos mit einem Augenbalken anonymisiert), kann durch entsprechenden Lidschatten die Identität zu rituellen oder persönlichen Zwecken gezielt verschleiert werden.
In sehr heißen Ländern, wie zum Beispiel in Ägypten oder Indien, hat der Kajal bereits eine lange Tradition. Außerdem heißt es, dass diese schwarze Umrandung auch Fliegen und sonstige Insekten abschrecken würden. Schon die ägyptischen Pharaonen sowie ihre Frauen benutzten den Kajal aber auch aus religiösen Gründen, weil die Augen symbolischen für den Sonnengott Ra darstellen. In hinduistischen Gottesdiensten spielt der Kajal ebenso eine wichtige Rolle, damit die Göttin erweckt werden kann. Hierbei bestreicht der Priester unter Rezitieren von Matren die Augen einer Statue mit einem Kajal Pflanzenstengel. Dies ist ein äußeres Zeichen, das Lebendigmachen bedeutet. Der Kajal wird aus Ruß des verbrannten Butterschmalzes dort selbst produziert.
Schon früher wurde von den Menschen erkannt, dass die Umrandung mit Kajal die Augen größer erscheinen lässt. Je nach der Technik des Auftragens sowie der Zusammensetzung reizt das Kajal die Tränendrüsen und sorgt somit für feuchte Augen, die dadurch strahlend erscheinen. In Ägypten wurde der Kajal in Alabasterschälchen als schwarzes Pulver aufbewahrt. Aufgetragen wurde es dort mit sehr dünnen Stäbchen aus Elfenbein, Silber, Holz oder Horn. Neben Schwarz war auch Grün dort sehr verbreitet. Schwarz wurde in Ägypten aus Ruß, Manganoxiden, Bleiglanz, Magnetit sowie schwarzem Eisenoxid hergestellt. Für die Farbe Grün wurde das Edelstein Malachit sehr fein gerieben. Diese giftige Kupferverbindung hatte eine antiseptische Wirkung und konnte somit Augenkrankheiten vorbeugen.
Heutzutage wird Kajal aus unterschiedlichen Pflanzenölen, Wachsen, Fetten, Glimmer, Talkum, Vitaminen sowie Eisenhydroxiden und Kohle bzw. Eisenoxiden hergestellt. In den meisten Fällen ist der Kajal als Augenkonturenstift aufgetragen und ist in sehr vielen verschiedenen Farben erhältlich.
Während man die Nägel im Orient mit Henna rot färbte, rieben unsere Großmütter und Urgroßmütter ihre Nägel mit Kreidepulver ab und polierten sie mit einem feinen Lederläppchen nach, um ihnen einen schönen, seidigen Glanz zu verleihen. Heute macht Frau sich weniger Arbeit und lackiert die Nägel in klassischer French Manicure-Manier.
Natur meint hier allerdings eine kunstvoll überhöhte und verfeinerte Natur. Denn Lack wird auch bei der scheinbar natürlichen French Manicure-Nagelkosmetik eingesetzt.
Ein wichtiger Vorteil der French Manicure für Frauen, die im Berufsleben stehen und stets dezent und gepflegt auftreten wollen: zum einen hält der Nagellack bei French Manicure wegen der doppelten Lackschicht relativ gut. Zum anderen fällt es weniger auf als bei rotem oder sonstigem Nagellack in kräftigen Farbnuancen, wenn man sich anstößt und etwas Lack absplittert. Je näher die Grundierung der natürlichen Nagelfarbe kommt, desto unauffälliger sind kleine Lackfehler.
Im 18. Jahrhundert wurde neben Bleioxyd auch Wismutoxyd, Quecksilberoxyd, Zinnoxyd und Talk zum Weißfärben der Haut verwendet. Rote Schminke für Lippen und Wangen wurde mit Saflor, Cochenille, Rotholz, Sandelholz und Zinnober gefärbt. Außerdem wurden die Haare mit fettigen Pomaden behandelt, damit Haarpuder darauf haftete. Haarpuder bestand zumeist aus Weizen- oder Reisstärke und wurde mit Kohle grau, mit Ocker blond oder mit einem der zuvor genannten Mittel rötlich gefärbt.
Schon seit Menschengedenken wird Kosmetik in irgend einer Form betrieben, weil die Menschen schon immer bemüht waren, schön zu sein. Früher waren vor allem Frauen um schöneres Aussehen bemüht. In letzter Zeit nehmen aber auch viele Männer die Dienste von Kosmetikfachleuten in Anspruch.
Mit Hilfe der gestaltenden Kraft der Kosmetik können Menschen zur inneren und äußeren Harmonie gelangen. Das ist sowohl im Berufs- als auch im Privatleben wichtig, denn schöne Menschen haben es in vielerlei Hinsicht leichter. Ob das nun richtig oder falsch, gerecht oder ungerecht ist sei dahingestellt. Tatsache ist jedenfalls, dass beim Zusammentreffen von zwei Menschen der erste Eindruck prägend und nur mehr sehr schwer zurechtzurücken ist.
Kosmetik ist sehr weitläufig und beginnt bereits bei ganz alltäglichen Dingen wie die morgendliche Toilette. Oft sind mit einfachen Mitteln und Anwendungen beachtliche Erfolge zu erzielen.
Lippenstift
Der älteste Fund, der auf das Färben von Lippen hindeutet, stammt zwar aus dem Jahr 3500 vor Christus, allerdings gilt 1883 gilt als das offizielle Geburtsjahr des Lippenstifts, als es zwei Pariser Parfumeuren gelang, rote Pomade mit Hirschtalg zu festigen.Anfangs hatte der Lippenstift einen schweren Start. Die gutbürgerlichen Frauen um die Jahrhundertwende schienen Angst vor ihm zu haben. Vielleicht lag es an seiner erotischen Signalwirkung oder dem hohen Preis. Er wurde jedenfalls ein Ladenhüter. Die feine Gesellschaft überließ diese Art der Bemalung den Damen des leichten Gewerbes, Gauklern und Schauspielerinnen.
Erst als die berühmte Mimin Sarah Bernhardt ihm Anfang des 20. Jahrhunderts den frivolen Namen "Stylo d'Amour" gab, brach das Eis. Kirschrot und somit skandalös leuchteten fortan die Lippen der Stummfilmstars und die Männerwelt war verzückt. Die Damen aller Gesellschaftsschichten wurden neugierig auf den "Zauberstab des Eros" aus gefärbtem Rizinusöl, Bienenwachs und Hirschtalg und griffen fortan ebenfalls beherzt zu. Damals war der Lippenstift noch eine Art Wachsmalstift, eingewickelt in Seidenpapier, später dann eine kleine Schiebehülsenvariante und seit 1948 auch die noch heute verwendete Drehvariante.
Seitdem war er aus dem täglichen Make-up nicht mehr wegzudenken. Selbstverständlich variierten die Farben mit den Jahren, so brachten die 60er Jahre warme, leuchtende Farben, die 70er bonbonbunt, und die 80er kühle Töne oder grelles Pink. Heutzutage ist fast alles erlaubt. Von sanften Nude-Tönen über kräftiges Fuchsia bis hin zum klassischen Rot.
Mittlerweile gehört der Lippenstift mit zu den meist verwendeten Verschönerungsrequisiten. 16 Millionen Frauen zwischen 14 und 64 Jahren benutzen ihn nach neuesten Umfragen täglich.
3500 v. Chr.
Die älteste bisher gefundene "Lippensalbe" stammt etwa aus dem Jahr 3500 vor Christus und wurde bei Ausgrabungen in der sumerischen Stadt Ur entdeckt.1883
Dieses Jahr gilt als Geburtsstunde des Lippenstifts, der lange um sein Image kämpfen musste. Als verrucht und "halbseiden" galt er, nichts für Damen mit Anstand. Zur Weltausstellung in Amsterdam, die am 1. Mai begann, stellten Pariser Parfumeure den sog. Rhodopis-Serviteur oder auch den "Stylo d’amour" vor, der respektlos "saucisse" genannt wurde, weil er keine Hülse besaß, sondern in Seidenpapier gewickelt war. Im Vergleich zu heute war er horrend teuer: umgerechnet hätte er ca. 50 Euro gekostet.Das revolutionäre "Würstchen" rötete die Lippen, doch schon bald gab es auch ausgefallene Farben. Schwarz war gefragt, vor allem aber Vitriolgrün - genau die richtige Farbe für die "Fauves", die jungen Künstler am Montmartre. Leider war es auch gefährlich, denn gleich mehrere Dutzend Frauen starben nach "grüner Pomadisierung", was dann zum Verbot des hochgiftigen Grünspanpulvers führte.
Sarah Bernhardt nannte ihn den "Zauberstab des Eros" und stellte sich für Reklamezwecke zur Verfügung. Ihr fiel es auch ein, sich mit einem Dachshaarbürstchen die Lippen zu schminken, lange bevor der Lippenpinsel eingeführt wurde.
1889
Das Schönheitsbuch: "beauty & how to keep it" mit vielen Anregungen zur Kosmetik wurde in Amerika veröffentlicht.1910
Guerlain produziert für eine kleine, meist adlige Klientel Lippenstifte.1912
In deisem Jahr kam Unterstützung von ungewohnter Seite: die Frauenbewegung der sog. Sufragetten trugen bei ihrem Marsch durch New York Lippenstift und machten dies zum Symbol ihres Kampfes.1915
Die Scovil Manufactoring Company of Conneticut produziert preiswerte Lippenstifte in Metallhülsen, die sich jeder leisten konnte. 1920 feiert der Lippenstift dann endgültig seinen Durchbruch. Die ersten Stummfilmstars wie Clara Bow, die ihre Lippen mit dem "Amorbogen" schmückte, wie Theda Bara mit ihren "Vamp-Lippen" und Mae Murray mit ihrem "Bienenstich-Mund" setzten Trends und machten den Lippenstift endlich salonfähig. Der sog. Bienenstich-Mund war ein Schminktrick von Max Factor, den er für dem Film entwickelte. Da die üblichen Pomaden durch die heißen Studiolampen zerflossen, überschminkte er den Mund und malte darauf einen kleinen kecken Kussmund. Auf Zelluloid kam Schwarz als Farbe am besten heraus und so kam der fast schwarz geschminkte Mund in Mode.1920
Helena Rubinstein bringt ihren "Lip-Lustre" in New York auf den Markt und acht Jahre später den ersten Lippenstift mit Sonnenschutz.1928
Der sog. "Rouge-Baiser" aus Frankreich war der erste "kussechte" Lippenstift, eine Eigenschaft, die er dem Farbstoff Eosin verdankte. Dieser wurde später aus gesundheitlichen Gründen verboten, da er Schwermetalle enthielt.ca. 1930
Kosmetik steigt zum 4. größten Wirtschaftsfaktor in den USA auf. Elsa Schiaparelli bringt neue leuchtende Farben heraus, wie "Schiap", ein helles Pink und "Shocking", einen kräftigen Fuchsiaton.1939
In diesem Jahr wurde das berühmte Revlon Red kreiert im Zusammenhang mit den "Matching finger- und lip tints", bei denen erstmals Lippenstift und Nagellackfarben in identischen Farbtönen angeboten wurden.In Deutschland stellte Walter Friedmann erstmals Lippenstifte in seinem "Privatlabor" unter der Marke SANS SOUCIS her.
1940
Selbst die Kriegsjahre konnten dem Lippenstift nichts anhaben. Obwohl seine Hülsen eigentlich als Patronen gebraucht wurden, wagte man es nicht, die Produktion einzustellen. In den Vierzigern war ein dunkles Violett in Mode, das selbst sinnliche Lippen etwas verhärmt wirken ließ.1941
Die Vogue fragte: "Ist es patriotisch mir in solchen Zeiten Gedanken um mein Aussehen zu machen?" Diese Frage wurde indirekt von staatlicher Seite beantwortet - der US-Minister für Wirtschaftsstabilisierung ordnete an, dass Rüstungsbetriebe ihre Umkleiden mit Lippenstiften ausstatten, um die Produktivität zu fördern.Nach 1945
In diesem Jahr wurde der Lippenstift zu dem kosmetischen Accessoire schlechthin und wurde auch bei deutschen Frauen immer beliebter. Sie sorgten in den Nachkriegsjahren für reißenden Absatz amerikanischer Ware.ca. 1948
Es wurde die praktische Dreh-Mechanik, mit der man den Lippenstift in einer Hülse rauf- und runterdrehen kann, in Amerika entwickelt. Da war der Lippenstift längst zum täglichen Gebrauchsgegenstand geworden. In diesem Jahr wurde in London erstmals auch ein Lippenkonturenstift auf den Markt gebracht.1950
Hazel Bishop entwickelt den modernen Lippenstift, der auf Lanolin-Basis ist. Lanolin ist ein Wachs, das aus der Schafwolle gewonnen wird. Ab 1950 wurden die ersten deutschen Kosmetikfirmen gegründet, und eroberten unter den Marken wie Margaret Astor, Ellen Betrix (1952) Chicogo, Manhattan, Misslyn und For You den nationalen Markt.1969
Mit der sexuellen Revolution in den Sechzigern kamen auch die warmen Farben wieder. Die leuchtenden Farben ließen die Lippen voller wirken.1982
Pink wird zum Shooting-Star! Rouge Pur No. 19 von Yves Saint Laurent, ein intensives Pink-Fuchsia, ist binnen 14 Tagen weltweit ausverkauft. Es gehört heute noch zu den Bestsellern der Marke.ca. 1986
Es kommt von Dior und L’Oréal ein Lip-Pen, mit Pinsel auf den Markt, mit dem man mittels Drehen die Lippenstiftmasse in den Pinsel drückt und dann direkt auf die Lippen auftragen kann. Diese Form der Applikation setzt sich aber nicht dauerhaft durch.1991
Lavera bietet als weltweit erster Anbieter 8 Lippenstifte mit 100 % natürlichen Inhaltsstoffen an. Sie sind in mattiert eingefärbten Zederholzstiften zu haben.2000
Lippen im Nude-Look, geschminkt mit Farben in "Teint, Puder, Beige" kommen in Mode. Natürlichkeit ist Trumpf, auch bei der Wahl der Lippenstiftfarbe.2003
Der Lippenstift ist nach wie vor das beliebteste Beauty-Utensil. über 80 Prozent aller Frauen zwischen 20 und 60 Jahren benutzen Lippenstift.2008
21% der deutschen Fauen benutzen täglich Lippenstift. Insgesamt verwenden 78% aller Frauen mehr oder weniger intensiv Lippenstift, das ist die höchste Nutzungsrate eines dekorativen Produkts.Lidschatten
Als Lidschatten bezeichnet man die farbliche Gestaltung der Augenlider. Zweck des Schminkens ist die Betonung oder Veränderung des Gesichtsausdrucks, besonders der Augen, um bestimmte Signale auszusenden oder Ausdrucksschwächen zu beheben.Es ist davon auszugehen, dass das Schminken, wie noch heute bei fast allen Urvölkern zu beobachten, schon zu Urzeiten zum menschlichen Verhalten gehört. Den Augen kommt dabei eine besondere Beachtung zu, da sie wesentlicher Träger der nonverbalen Kommunikation sind. Gut dokumentiert ist die Schminkkultur, hier besonders die der Augen, im alten Ägypten.
Sowohl Frauen als auch Männer benutzten Khol/Kajal für Lider, Wimpern und Augenbrauen. Grüner zerriebener Malachit diente als Lidschatten. Khol galt nicht nur als Schminkartikel, sondern auch als Schutz- und Vorbeugungsmaßnahme gegen Augenentzündungen. Sehr auffällig und bemerkenswert ist der überlieferte Lidschatten Tutanchamuns.
Mit Lidschatten kann durch entsprechende Farbgebung die Augenpartie zur Erhöhung der erotischen Ausstrahlung optisch vergrößert erscheinen. Da die Augen ein Hauptidentifikationsmerkmal sind (nicht umsonst werden Fotos mit einem Augenbalken anonymisiert), kann durch entsprechenden Lidschatten die Identität zu rituellen oder persönlichen Zwecken gezielt verschleiert werden.
Kajal
Kajal ist eine Bezeichnung für Schminke, die als Striche in der Regel oberhalb und hauptsächlich auch unterhalb des Auges aufgetragen wird. Die Geschichte reicht zurück bin in die Steinzeit. Damals wurde das Schminken mit der schwarzen Farbe genutzt, weil das Schwarze die Sonneneinstrahlung schluckt und den Geschminkten besser sehen lässt.In sehr heißen Ländern, wie zum Beispiel in Ägypten oder Indien, hat der Kajal bereits eine lange Tradition. Außerdem heißt es, dass diese schwarze Umrandung auch Fliegen und sonstige Insekten abschrecken würden. Schon die ägyptischen Pharaonen sowie ihre Frauen benutzten den Kajal aber auch aus religiösen Gründen, weil die Augen symbolischen für den Sonnengott Ra darstellen. In hinduistischen Gottesdiensten spielt der Kajal ebenso eine wichtige Rolle, damit die Göttin erweckt werden kann. Hierbei bestreicht der Priester unter Rezitieren von Matren die Augen einer Statue mit einem Kajal Pflanzenstengel. Dies ist ein äußeres Zeichen, das Lebendigmachen bedeutet. Der Kajal wird aus Ruß des verbrannten Butterschmalzes dort selbst produziert.
Schon früher wurde von den Menschen erkannt, dass die Umrandung mit Kajal die Augen größer erscheinen lässt. Je nach der Technik des Auftragens sowie der Zusammensetzung reizt das Kajal die Tränendrüsen und sorgt somit für feuchte Augen, die dadurch strahlend erscheinen. In Ägypten wurde der Kajal in Alabasterschälchen als schwarzes Pulver aufbewahrt. Aufgetragen wurde es dort mit sehr dünnen Stäbchen aus Elfenbein, Silber, Holz oder Horn. Neben Schwarz war auch Grün dort sehr verbreitet. Schwarz wurde in Ägypten aus Ruß, Manganoxiden, Bleiglanz, Magnetit sowie schwarzem Eisenoxid hergestellt. Für die Farbe Grün wurde das Edelstein Malachit sehr fein gerieben. Diese giftige Kupferverbindung hatte eine antiseptische Wirkung und konnte somit Augenkrankheiten vorbeugen.
Heutzutage wird Kajal aus unterschiedlichen Pflanzenölen, Wachsen, Fetten, Glimmer, Talkum, Vitaminen sowie Eisenhydroxiden und Kohle bzw. Eisenoxiden hergestellt. In den meisten Fällen ist der Kajal als Augenkonturenstift aufgetragen und ist in sehr vielen verschiedenen Farben erhältlich.
Wimpern
Zwischen 100 und 150 Tagen beträgt die Lebensdauer unserer Wimpernhaare. Das obere Augenlid zieren ca. 150 bis 250 Häarchen, am unteren Augenlid sind es nur etwa 50 bis 150 Wimpern. Die Länge der oberen Häarchen beträgt acht bis 12 Millimeter, die unteren sind mit ca. sechs bis acht Millimetern etwas kürzer. Durch den Einsatz von Wimperntusche können die Wimpern optisch verlängert bzw. verdichtet werden.Nägel
Die natürliche Schönheit hervorzuheben oder besondere körperliche Vorzüge zu unterstreichen war schon immer Ziel der dekorativen Kosmetik, und gepflegte Hände mit glänzenden, wohlgeformten Nägeln als Ausweis von Gesundheit geschätzt.Während man die Nägel im Orient mit Henna rot färbte, rieben unsere Großmütter und Urgroßmütter ihre Nägel mit Kreidepulver ab und polierten sie mit einem feinen Lederläppchen nach, um ihnen einen schönen, seidigen Glanz zu verleihen. Heute macht Frau sich weniger Arbeit und lackiert die Nägel in klassischer French Manicure-Manier.
French Manicure: Der beliebte Klassiker sieht immer gepflegt aus
Denn Nagellack in all seiner wunderbaren Anillinfarbenpracht ist nicht unbedingt jederfraus Geschmack. Und wo viel Glanz, Glitter und Gloria ist, entwickelt sich erfahrungsgemäß oft rasch eine Gegenbewegung des Understatement, so auch beim Nagelschmuck: Statt bunter Farben ist in regelmäßigen Abständen - und natürlich auch je nach eigenen Vorlieben - wieder "zurück zur Natur" angesagt, zurück zum Klassiker French Manicure.Natur meint hier allerdings eine kunstvoll überhöhte und verfeinerte Natur. Denn Lack wird auch bei der scheinbar natürlichen French Manicure-Nagelkosmetik eingesetzt.
Nägel in natürlichen Farben wie weiß, beige und rosa
Doch was die Art der Farben angeht, ist der Hang zum Natürlichen bei French Manicure klar erkennbar: zart bräunliche oder rosa Farbtöne, die der natürlichen Nagelfarbe ähneln, sind neben den weißlackierten, mondsichel- oder halbmondförmigen Nagelspitzen, das zentrale Charakteristikum der French Manicure.Ein wichtiger Vorteil der French Manicure für Frauen, die im Berufsleben stehen und stets dezent und gepflegt auftreten wollen: zum einen hält der Nagellack bei French Manicure wegen der doppelten Lackschicht relativ gut. Zum anderen fällt es weniger auf als bei rotem oder sonstigem Nagellack in kräftigen Farbnuancen, wenn man sich anstößt und etwas Lack absplittert. Je näher die Grundierung der natürlichen Nagelfarbe kommt, desto unauffälliger sind kleine Lackfehler.
Make up
Vergangenheit
Im Mittelalter galt nur der blasse Teint als schön. Um eine möglichst makellose Blässe zu erreichen, verwendete man das hoch toxische Bleiweiß, das häufig schwer heilende Abszesse der Gesichtshaut hervorrief. In der Renaissance wurde das Färben von Wangen und Lippen durch Elisabeth I. in England und Katharina von Medici in Frankreich wieder populär. Die rote Lippenfarbe entstand aus Koschenille, einem roten Farbstoff, der aus der Koschenilleschildlaus gewonnen wurde. Im 17. Jahrhundert wurden die Schönheitspflästerchen, kleine zugeschnittene Flecken aus Leder, Seide oder Samt, sehr beliebt.Im 18. Jahrhundert wurde neben Bleioxyd auch Wismutoxyd, Quecksilberoxyd, Zinnoxyd und Talk zum Weißfärben der Haut verwendet. Rote Schminke für Lippen und Wangen wurde mit Saflor, Cochenille, Rotholz, Sandelholz und Zinnober gefärbt. Außerdem wurden die Haare mit fettigen Pomaden behandelt, damit Haarpuder darauf haftete. Haarpuder bestand zumeist aus Weizen- oder Reisstärke und wurde mit Kohle grau, mit Ocker blond oder mit einem der zuvor genannten Mittel rötlich gefärbt.


